Zum Milchgipfel am 11. Februar 2026
Erklärung von Marcel Bauer zum Milchgipfel des Agrarministers
Zum gestrigen Milchgipfel von Agrarminister Alois Rainer erklärt Marcel Bauer, Sprecher für Lebensmittel der Linksfraktion:
"Das war kein Milchgipfel, sondern der Gipfel der Unverschämtheit. Rainer opfert die Bauern für den Markt. Die abstürzenden Milchpreise bedrohen eine wachsende Zahl von Bauern in ihrer Existenz. Minister Rainer legt die Hände in den Schoss, statt ihnen schnell wirksam zu helfen. Die Linke sagt: Wir brauchen kurzfristig Preisgarantien für die Bauern und finanzielle Unterstützungen, wenn sie freiwillig darauf verzichten noch mehr Milch auf den Markt zu bringen. Um die Situation der Bauern zu verbessern, muss das Preisdiktat der Großmolkereien gebrochen werden. Mit Artikel 148 der EU-Verordnung zur Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) müssen wir sozial faire und verbindliche Lieferverträge im Milchsektor einführen.
Um die Milchmenge langfristig zu senken, müssen wir die Weidehaltung und ökologische Bewirtschaftung fördern. Dafür brauchen die Milchviehhalter aber Zugang zu Flächen. Die Bundesregierung will aber lieber mit dem Bau-Turbo die Flächenspekulation befeuern, anstatt für die Landwirte Perspektiven zu schaffen."
